SY Ladiala

Ab 23.5. in Montenegro

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Wir sind nun in Montenegro, in Tivat, nahe bei Kotor angekommen. Hier voll mondän – echt – Monaco/Montecarlo der Adria. Porto Montenegro ist quasi eine Marina mit Hotels-Appartement-Restaurant-Shopping-Dorf im ehemaligen Jugoslavischen Marinehafen von Investorengruppen für die Superyachten/Super-Touristen (bis 250m) aus dem Boden gestampft. Marina-Gebühr für unser kleines Schiff mit «Oversize» (damit meinen sie, dass wir für die Länge etwas breit sind) jedoch preisgünstiger als in Kroatien, zudem Diesel (bis 800’000Liter…..!) Benzin, Heizöl, Wein, Spirituosen und Champagner alles zollfrei. Mit dem Taxi zusammen mit Maxim heute im «echten» Dorf/Städtchen herumgekurvt und M8/10cm/A4-Stahl-Schrauben gesucht und nicht gefunden. Dafür ein wenig das geordnete Chaos des wahren Montenegro gesehen. Michele und ich waren vor 8J schon mal in Albanien/Montenegro mit unserem Hyunday-Basis-Camper.

Zuvor in Kroatien haben wir noch einen Ferientag in einer schönen Sandstrandbucht vor Dubrovnik eingezogen, gefischt – nix gefangen, gebadet, Kabel für Wifi- und Satelliten-Telefon-Antennen verlegt und es etwas ruhiger angehen lassen. Dann Dubrovnik: alles auffüllen (Gas, Essen, Getränke, Diesel) und am nächsten Morgen am Zoll-Pier Custom-Clearence (Polizei, Hafenamt, Zoll und wieder Polizei total 1h) anschliessend auslaufen Richtung Montenegro und noch 1x einen wirklich sehr kleinen 20° Kursabweichungs-Schlenker um eine Insel herum, um an der Altstadt von Dubrovnik vorbeizufahren gefolgt von direktem Kurs nach Montenegro alles mit Autopilot unter Maschine da praktisch windstill oder 6-8Kn Wind direkt auf die Nase (= vor vorne). Nach 4h kurz vor der Grenze stellt sich uns schon von weitem sichtbar ein ca 20-25m langes Motorboot hartnäckig in den Kurs – mir ahnt nichts gutes und schon bald kommt die Aufforderung über VHF-C16: die kroatische Polizei will an Bord kommen. Beidrehen, Maschinen stop, Dokumente bereit und dann kommt das doch recht grosse/hohe Schiff (der Bug liegt deutlich höher als mein Kopf…..) längsseits und 2 Polizisten kommen an Bord, grüssen freundlich, saubere Uniformen: we have bad news! So? What do you mean? Ich lächle etwas angespannt zurück. Dann zeigen sie mir einen Track (Aufzeichnung) unserer Route über mindestens die letzten 3 oder 4 zurückliegenden Tage und deuten auf den Kurs-Schlenker vor Dubrovnik, sogar der 360°-Kreisel ist zu erkennen. You did not leave our Country directly on the shortest way oder so ähnlich. We are sorry this is an offence, you have to pay 90Euro, with credit card it’s the best/cheapest way. Dann ca. 25min Papierkram, viel Lächeln, small talk, Maxim war ganz beeindruckt (Handschellen, Pistolen, Schlagstöcke, Koffer mit Dokumenten, Funkgeräten etc, grosses!!! und lautes Polizeischiff) und auch Michèle hat’s genossen (Aufregung, Abenteuer, jüngere, fesche, lächelnde, uniformierte Polizisten). Sie hat Fotos/Clips gemacht und gemeint, das (und natürlich auch Dubrovnik from the Sea side) sei die 90Euro wert gewesen – was ich uneingeschränkt aus sicherer Rückschau bestätigen kann. In Montenegro angekommen, waren wir dann das einzige Schiff, welches einklarieren wollte, whs deswegen hat es nur 2.5h gedauert und weil alle 4 Schalter praktisch in einem Gebäude waren. Dann noch ein elegantes Anlegemanöver neben den Superyachten und wir waren reif für einen Drink. Libanesisch Essen am Abend mit Blick auf schnelle day-cruiser (Motoryachten ohne Aufbau, mit Liegefläche, viel Motor und whs noch mehr Lärm, vom Typ Frauscher und exklusiver bis zu Wally-Tender-Versionen ). 23.5. nochmals ein Ferientag: Baden im Marinapool, Tages-Eintritt 100Euro für uns 4. Geheizter 62m langer Pool ganz für uns alleine im ehemaligen U-Boot-Dock der jugoslawischen Kriegsmarine. Nach 3h Donner/Blitz und zusammenpacken zurück auf’s Schiff. Dann kam eine veritable Gewitterfront, die den ganzen Nachmittag angehalten hat, sodass wir nicht mehr zurück zum Pool sondern eben Maxim und ich auf Schraubensuche gegangen sind. Derweil Mara geschlafen und Michèle sich der Muse hingegeben hat.

Montenegro Kotor 24.5.

Eine weitere, beeindruckende, Jahrhunderte alte Stadt mit Festung und steiler Burmauer, welche im Zickzack auf 270m hoch geht alles mit Treppenstufen an der Mauer entlang. Maxim ist alles hochgelaufen und dann springend, stolpernd, stürzend ohne Schaden auch selber wieder runter. Michèle hat Mara hochgetragen (!) und ich bin neben Maxim oder hinterhergerannt und habe erfolgreich versucht, die Stürze abzufedern. Ausser Mara waren abends alles müde.