SY Ladiala

Corona-1 – 17.März in Puerto Rico, Marina Palmas del Mar,

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Es geht uns sehr gut, fieber- und hustenfrei. Wir sind hier in einer Marina nahe Humacao auf Puerto Rico, USA, gestrandet. Weiterreisen ist für uns schwierig weil wir unter diesen Umständen nicht in die Dom Rep wollen (von hier ca. 3 Tage) und auf die Bahamas sind es 2 einzelne Tagesetappen im Süden von PR, dann 55h-Etappe bis auf eine unbewohnte Insel der Turks/Caicos und nochmals etwas über 24h bis Mayaguana/Bahamas (Port of Entry). Also knapp 1 Wo ab Entscheid zum Ablegen und da können sich die Einreisebestimmungen derart stark ändern, dass wir im dümmsten Falle nach 5-6d segeln ohne rechte Pause (das wäre dann doch sehr streng für Michèle und mich zusammen mit den Kids) nicht in die Bahamas einreisen können, weil sie die Grenzen dicht gemacht haben…. Und dann kämen wir evt auch nicht mehr in den USA unter so wie jetzt. Deswegen haben wir uns entschieden hier in der Marina The Yacht Club Palmas del Mar auszuharren. Es ist praktisch hier: wenig Schiffe, fast keine Leute, nettes Personal, Pool für uns alleine (evt ab morgen geschlossen), WC/Dusche, Landstrom, Chlor-Landwasser und WIFI. Palmas del Mar ist ein weitläufiges Siedlungsgebiet, abgeschlossen mit Security, zusätzlich noch gesperrter Zugang zur Marina. Kleiner Shop in 15min Fussdistanz. Golfplatz, Strand, Palmen, Jogging und Velostrecken alles innerhalb dieses Riesen Palmas del Mar-Geländes. Automieten wäre (zZ. zumindest) auch noch möglich. Wir haben bis vor 2d noch eine 4-Tätige Inseltour gemacht mit 2x AirBnB auf dem Lande (Regenwald-Wanderung El Yunque und Observatorium von Arecibo = James Bond Golden-Eye und Jodie Foster in Contact, eigentlich ein Radio-Teleskop für Forschung im Bereich: radio astronomy, atmospheric science, and radar astronomy, Durchmesser der Schüssel 305m, zweit grösstes nach DAWODANG, CHINA mit 500m) und 1x Hotel in San Juan (3.-älteste 1521 europäisch gegründete Siedlung in Karibik/Mittelamerika) mitten in der schönen Altstadt mit beeindruckenden Festungen durch die Spanier. Da war noch gar nichts zur spüren von Sorge. Erst am Sonntag nach unserem Grosseinkauf im Walmart (alles erhältlich inkl. WC-Papier…..) gab’s am Abend dann via Cellphone den gouvernemental alert curfew 9pm to 5am und nun heulen abends um 20h immer unsere 4 I-Phones mit dem Ausgangssperre Alarm (ein praktisches Warn-System überall in den USA soviel ich weiss bei Hurricane Tsunami, Erdbeben, Tornado und regional bei Kindsentführung).

Nun gibt’s auch hier einen shut-down, dessen Ausmass uns aber nicht so klar ist (wir lesen wenig lokalen Medien zZ.; ist ja gemäss Mr.Trump alles Fake) und dass uns abgesehen vom Weiterreisen aktuell wenig einschränkt. Wir haben angefangen einen Tagesplan zu machen, so dass ein einigermassen geregelter Tagesablauf stattfindet, an dem sich alle orientieren können. Aktuell gibt’s noch recht viel Unterhaltsarbeiten zu erledigen an Schiff und Ausrüstung inkl. Velos/Anhänger: zBsp: Teakdeck waschen und manuell schleifen mit Stahlwolle dann ölen (3-4d). Deck/Aufbau polieren (?? 2-4d). Gel-Coat-Schäden ausbessern (? 1-2d), Oelwechsel (1/2d), entrosten, Schiffsverkauf vorbereiten (Fotos, Ausrüstungslisten etc), profanes putzen und dann der bekannte aufwändige Alltag inkl. Kinder-«Bildung» und Bespassung. Kein Platz für Langeweile. Zudem wäre Gitarren spielen und Spanisch lernen für Anfänger noch ganz hoch im Kurs bei Michele und mir. Soviel also die aktuelle Situation bei uns. Wir verfolgen die Situation auch in der Schweiz aufmerksam.

Ab heute Mittwoch  18.März dürfen die öffentlichen Strände nicht mehr aufgesucht werden, alle Pools (auch in der Marina) geschlossen. Nachts komplette Ausgangssperre und tagsüber nur 1 Person im Auto für Tanken, Einkauf, Bank, Medikamente. Wird an Strassen-Sperren kontrolliert

Bleibt gesund und geniesst das WC-Papier. Wir melden uns wieder.